Als Mann gebraucht werden.

Während die eine Schwester Müll von Nützlichem trennte, damit wir ersteren nicht nach Hamburg mitnehmen müssen, und während die andere Schwester mit der Sackkarre Kartons gleich stapelweise aus dem Kellerraum zur großen Freitreppe karrte, schleppte ich also eine Kiste nach der anderen die Treppe hoch und stapelte sie im Crafter (so heißt der Sprinter von VW). So knüpfte ich dann zwangsläufig alleine Kontakte zur einheimischen Bevölkerung. Zum einen zu einer blonden Schnepfe, deren Einfahrt ich zugeparkt hatte und die ganz eilig aus dem Haus wollte; also ca. sieben Minuten, nachdem ich zurückgesetzt und ihre Einfahrt freigegeben hatte. Und zum anderen zu der Mittvierzigerin, die mühsam ihr Leergut im Auto verstaut und dabei meine Situation beobachtet hatte und dann mit der Bemerkung wieder in ihre Wohnung verschwand:

Na, da fühlen Sie sich als Mann ja endlich mal gebraucht.

Ich verstand schon vorher, warum es attraktiv ist, nach Hamburg zu ziehen. Offenbar ist es aber noch attraktiver, aus anderen Städten wegzuziehen.

  1. Endlich einmal jemand, der mich versteht. ;)
    Aber wie war der Kommentar des miesepetrigen Hausmannes, der wohl Samstagfrühstück für seine Frau holen war und sich schon auf’s allwochenendliche Straßenfegen freute? “Sagen Sie niemals nie, wer weiß, wann es Sie wieder hierher verschlägt?!”
    Dann sag ich halt: NEVER.

    Liebe Grüße von der Schwester mit den Kistenbergen, die immer noch auf deine Rechung wartet :)

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